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Abzocke bei defektem Giromat (Crealogix)

~2 Min. Lesezeit

Vor einer Weile habe ich ein Giromat ersteigert, welcher auch recht lange gut funktioniert hatte.
Plötzlich jedoch meldete dieser immer wieder Papierstau und konnte so nur mühsam verwendet werden.

Denn legte man eine Quittung ein und drückte die Fehlermeldung weg, zog er wieder eine Einzahlungsschein durch und erfasste die Nummer, meldete danach aber wieder Papierstau.

Da ich gelernter Elektroniker bin und mich mit Strom auskenne, habe ich das Problem recht schnell eruiert und auch auf den einen Lichtsensor zurückverfolgt.
Sobald ich eine externe Lichtquelle an den Sensor hielt, war kein Papierstau mehr da und Alles funktionierte normal.

Da ich keine UV-Lichtquelle zur Hand hatte, habe ich den Giromat 130 zur Reparatur an den Hersteller Crealogix eingeschickt mit folgendem Hinweis:

Beim Giromat fehlt der vordere Einzug, weiterhin ist die erste Lichtschranke defekt und versucht daher immer Papier einzuziehen (meint irgendwas ist zwischen der Schranke) und meldet Stau.

Können sie mir gerne einen Kostenvoranschlag auf xxx unterbreiten?

Ich habe dann auch relativ bald eine Rückantwort erhalten:

Wir haben Ihren Giromat erhalten und geprüft.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass das Gerät einen grösseren Defekt aufweist. Der Lesekopf ist defekt und lässt sich nicht mehr kalibrieren. Der Papierstau wegen der defekten Lichtschranke ist zurückzuführen auf einen Wackelkontakt im Mainboard.

Da eine Reparatur teuer wäre, würden wir Ihnen vorab vorschlagen, auf ein neues Gerät zu wechseln. Dieses würden wir Ihnen für CHF 1298.- anstatt CHF 1498.- anbieten im Falle, dass Sie sich für das Gerät CLX.G130 entscheiden würden. Bei einem Wechsel auf das Gerät CLX.G75+ offerieren wir Ihnen CHF 898.- anstatt CHF 998.- (bei diesem Gerät bitte Kreditorensoftware angeben).

Wenn Sie dies wünschen, können wir Ihnen die konkreten Reparaturkosten auflisten, wenn Sie dies mit dem Austauschpreis vergleichen möchten.

Ich wollte das Gerät unrepariert zurück, was auch geschah. Ein kurzer Test, jawohl das Problem war immer noch vorhanden.

Ich habe das Gerät nochmals aufgemacht und gesehen das der Mitarbeiter scheinbar alle Lötstellen der Lichtschranken nachgelötet habt, dennoch war der Wackelkontakt scheinbar noch vorhanden von welchem gesprochen wurde.
Da die Schranke mit einer externen Lichtquelle funktionierte, meinte ich, dass die UV-Lichtquelle defekt ist. Dies war aber nicht der Fall, wie ich feststellte. Über dem Sender und Empfänger ist ein Plastikgehäuse welches das Licht umleitet (siehe Bild Rechts) welcher ich zuerst abmontierte und darunter entdeckt das der Sender und Empänger leicht schräge montiert waren. Diese habe ich gerade gebogen und die Plastikhülle (Lichtleiter) wieder montiert. Das war es dann auch und unterdessen funktioniert das Gerät wieder und erkennt alle möglichen Einzahlungsscheine.

Wenn ein unjustierter Lesekopf dennoch alle Einzahlungsscheine liest dann frage ich mich wozu die Justierung ist. Ich denke man möchte dem Kunden das Gerät als „unreparierbar“ hinstellen und ihn so abzocken.
An einem Neugerät verdient man wesentlich mehr als an einer Reparatur.

Ich sage, Abzocke und eine Frechheit!

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3 Kommentare

  1. avatar

    ist leider oft der Fall, dass reparierbare Geräte als defekt bezeichnet werden und einem nicht geholfen wird… an was liegt es, dass eine Eingabe hier verzögert ist im Gegensatz zu anderen Seiten? also bei Textfeldern hängt es hier etwas^^

  2. avatar

    Wüsste von nichts wo es hängen sollte. Bei der Eingabe während dem du tippst?

  3. avatar

    Leider ist sowas nicht der berühmte Einzelfall sondern eher die Regel bei vielen Herstellern 🙁

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