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Z-Pass die neue Abzockemasche von ZVV und A-Welle

~2 Min. Lesezeit

Gestern mussten meine Freundin und ich gemeinsam von Oberrohrdorf nach Schwerzenbach in Zürich.
Mit dem Bus nach Baden und dann über Zürich mit dem Zug ans Ziel. Eine SBB Preisanfrage ergab dann folgendes Bild:
Bild 20130120 003

Die mittlere Lösung für 7 Zonen entspricht dem gewünschten Reiseziel.

Ein Blick auf die Zonenkarte bestätigt die 7 Zonen beim Reiseweg:Bild 20130120 002

Da ja seit Neuestem überall gross Werbung gemacht wird bezüglich der genialen neuen Änderung:
Bild 20130120 000

Die Neuerung besteht darin, dass ein Billett für die benötigten Zonen erworben wird und nicht mehr für eine Strecke von A nach B. So kann sich der Reisende zwischen dem ZVV und einem Nachbarverbund zum Beispiel mit Zug, Bus, Tram und in Zürich sogar per Schiff bewegen. Dies macht das verbundübergreifende Reisen einfacher, bequemer und vielseitiger.

Ein Billett für die Zonen… 7 Zonen muss ich lösen, aber die Zonen 570 und 571 habe ich bereits ein Abo, also löst man ein Zonenerweiterungsbillett von 5 Zonen.

Zonenerweiterungen, welche innerhalb der A-Welle gelöst werden gelten weiterhin NUR in der A-Welle und nicht Zonenübergreiffeind. Ich hätte also ein normales 7 Zonen Billett lösen müssen, trotz ich schon 2 Zonen hatte. Logisch? Vereinfachtes System?

Um das Ganze noch zu verkomplizieren, meine Freundin hat ein solchen neuen Z-Pass. 2 Zonen im Aargau und 1 Zone in Zürich innerhalb des Abos. Sie hätte 4 Zonenerweiterungen gebraucht, ABER dennoch 2 Billette kaufen müssen. Eine 1 Zonenerweiterung in Aargau und 3 Zonenerweiterung in Zürich (was an Automaten auch nicht kauf bar ist).

Mitgekommen?

Wir erinnern uns:

Die Neuerung besteht darin, dass ein Billett für die benötigten Zonen erworben wird und nicht mehr für eine Strecke von A nach B. So kann sich der Reisende zwischen dem ZVV und einem Nachbarverbund zum Beispiel mit Zug, Bus, Tram und in Zürich sogar per Schiff bewegen. Dies macht das verbundübergreifende Reisen einfacher, bequemer und vielseitiger.

Zusammengefasst
Zonenbilette sind zonenübergreiffend gültig. Zonenerweiterungen (Anschlussbillette) nicht. Absolut logisch! Steht ja auch überall dran.

Ein Billett?
Lüge, wenn man schon Zonen hat. Bringt schlussendlich nichts.

Einfacher zum Reisen über Verbundsgrenzen?
Definitiv nicht, sondern verkompliziert das Ganze nur mit den Zonen und Abos.
Weiterhin sind solche Zonenerweiterungen gar nicht online noch an Automaten kaufbar. Dazu an den SBB Schalter? Klar, macht man ja immer.

Ist es wenigstens Billiger?
Neu zahlt man nicht nur für ein Billett in die Stadt, sondern das ganze Verbundsnetz. Schön für jemand der es braucht, alle anderen zahlen den Spass mit und brauchen es nicht. Ich würde sagen das hier klar ein versteckter Preisaufschlag vorhanden ist, was diverse Zeitungen auch schon berichteten (Berechnungn ergaben da 80% Aufschlag vom Aargau nach Zürich).

Einfacheres verbundübergreifende Reisen?
Was wurde einfacher? Ausser das Geld aus der Tasche zu ziehen? Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch… Entschuldigung!

Zu meinem Fazit

Schlussendlich wurde ein Auge zugedrückt und wir mussten nur eine 10 CHF Busse (welche teurer ist als das ganze Billett) bezahlten.
Zum Einen versteht man so langsam warum die Kontrolleure immer mehr Opfer von tätlichen Angriffen werden (was gestern im Zug wieder passiert ist) und beim nächsten Mal nimmt man wohl wieder das Auto, weil es trotz Verpestung der Luft das billigere Transportmittel ist, neben dem Glatteis und Stress beim Fahren dennoch gesünder ist für die Nerven.

Danke liebe SBB, ZVV und A-Welle für das unnötige Erlebnis.

About Stefan

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Ein männlicher IT Nerd, durchstöbert das Web nach speziellen Gadgets, unentbehrlicher Software und Alles was man im IT Sektor nicht verpassen darf.Immer hilfsbereit wenn Probleme zu lösen sind oder das Unmögliche umgesetzt werden sollte.

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12 Kommentare

  1. avatar

    Ta so ein kompliziertes System hatten wir beim MVV auch mal. Als sich selbst die Kontroletis nicht mehr ausgekannt hatten wurde das ganze auf ein System aus lauter Ringen umgestellt.
    Auf das Ihr auch bald ein einfachers Öffi-System bekommt.

  2. avatar

    Schöner Rant – nerve mich schon länger als A-Welle / ZVV-Pendler über die unsägliche Unfähigkeit der ZVV-Automaten, kein A-Welle-Anschlussticket anzubieten (und andersrum). Wobei das ja mit der SBB-App klappt.

    Was hingegen in der App ein absolutes Ärgernis ist:

    – Fahrplan aufrufen, Strecke eingeben (z. B. Stadelhofen – Pfäffikon ZH)
    – Genau die Verbindung wählen, die man nehmen will
    – Innerhalb dieses Verbindungsfensterns auf Button Preis / Kauf drücken
    – Wer jetzt annimmt, die App bietet genau für die Verbindung 1 Billet an, liegt falsch.
    – Es erscheint eine Auswahl von zwei Zonenvarianten, natürlich unterschiedlich teuer.

    Die Logik erschliesst sich mir hier nicht. Ich wähle eine spezifische An- und Abfahrtszeit (da sollte eigentlich genau eine spezifische Strecke befahren werden) und die SBB bietet mir zwei Zonenvarianten an?

    Da ich schlussendlich nicht genau weiss, welche Zonen für die zutreffende Verbindung richtig sind (wer kann schon das ganze ZVV-Netz auswendig), wird man mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% ein falsches Billet in der App kaufen. Was bei mir auch passiert ist – ich habe mich für die billigere, jedoch falsche Variante entschieden. Wenigstens blieb mir eine Kontrolle erspart.

    Trotzdem: sehr fair, liebe SBB.

  3. avatar

    Da ist Hamburg mit dem HVV aber gut dran! Für 5,60 € bekommt man eine Tageskarte, wo man sogut wie alle Zonen befahren kann, bin ich auch recht froh drum!

  4. avatar

    Die ist wirklich etwas das nervt, aber vielleicht weiss die SBB ja auch nicht wo ihre Züge durchfahren 😉

  5. avatar

    Du hast das Beste vergessen. War doch vor dem Wechsel ein Billet Baden-Zürich HB einen ganzen Tag gültig, bis ich es gebraucht habe, sind diese idiotischen Zonen Billete nur zwei Stunden gültig (hatte Zürich Hardbrücke-Baden gelöst). Man stelle sich vor man verpasse den Anschluss.
    Die Tageskarte wird einem so fast aufgezwungen.

  6. avatar

    Schau mal hier http://t.co/6pAMb36X, ich hoffe das ist auch in deinem Sinne!
    Wenn man hier die Aussage von Stefan Murawski herbeizieht, dann wäre dies so zu verstehen. Die Zonenerweiterung hebt sich auf sobald ich eine Interkantonale Reise machen will. Ich habe zwar ein Zonenabo, wenn ich aber mit dem Sbb- System fahre, muss ich beim Hinweg also weg von Zürich, alle Zonenerweiterungen für den Aaragu nochmal kaufen. Das heisst dass ich beim Rückweg dann den Reiseweg die in Zonen vom Kanton Zürich führen in der Tageskarte als Zonenerweiterung ausserhalb der A- Welle nochmal angeschrieben werden. Weil das System nicht mehr weiss, dass ich die beim Hinweg gelöste Zone mit einer Zonenerweiterung ab Zürich kaufte. Vermutlich ist die SBB auch schon beim Verkaufen des Rückwegsbiletts davon ausgegangen dass man auf der Hinreise Verloren und Vergessen worden ist.

  7. avatar

    sorry, so ist ’s richtig- Das heisst dass mir beim Rückweg dann den Reisestationen die wieder zu Zonen des Kantons Zürich gehören in der Tageskarte als Zonenerweiterung ausserhalb der A- Welle wieder berechnet werden.

  8. avatar

    Also hier in Deutschland ist es wohl nicht viel anders als bei Euch in der Schweiz. Da werden irgendwelche Lock-Angebote gemacht. Am Ende ist dann aber wohl doch alles teurer. Naja Auto fahren ist am Ende wohl doch oft viel besser als auf Öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

  9. avatar

    Fehlendes Rechtsverständnis? So versteht es jeder!
    heute: Betrüger SBB wird selbst betrogen…
    Wenn man ein „neues“ SBB- Billet kauft, welches mit Zielort rund um Zürich HB- in der Zone 110 ist, zahlt man rund 5.- mehr als vorher. Aber das Billet gilt auch für die ganzen öffentlichen Transportmittel in dieser Zone.
    Nur blöd wenn man jetzt mit der Rückfahrt sogannte (Tageskarte) dafür das verlangte „Doppelsteuerab(weg)kommen“ löst, dann zahlt‘ s sich doppelt aus für die SBB. Um den Schwindel nicht auffliegen zu lassen lügt das SBB Schalterpersonal und auch am Automaten bekommt man bei Ortschaften ausserhalb der Zone 110, diese nicht benötigte Zone inklusive. z.B. Baden – Affoltern Retour zahlt auch für die Benutzung der ganzen ZVV Zone 110 usw.

  10. avatar

    Seit 2 Tagen kosten die Billtte Zug Zürich auf einen schlag 30% mehr. Vereinfachung kostet den
    Kunden viel Geld. Da wirds Zeit wieder mehr Auto zu fahren. Ist billiger, flexibler, saubverer und man hat garantiert immer einen Sitzplatz.

  11. avatar

    Ja, das System der A-Welle und Co. grenzt stark an Diebstahl.

    Die SBB schreibt:
    “ Sie haben ein Billett oder Abo der A-Welle:
    Für Fahrten über die Verbundgrenze hinaus sind A-Welle Zonenbillette immer nur bis zum letzten fahrplanmässigen Halt innerhalb der gelösten Zonen im Tarifverbund A-Welle gültig. Ab diesem Punkt benötigen Sie ein weiterführendes Billett. “

    Also hängt der Kaufpreis davon ab, ob man mit dem Intercity oder dem Regio geht, weil eben die Haltestellen unterschiedlich sind. Wenn Du also ein Abo für z.B. 570+572 hast und von Baden nach Zürich mit dem Schnellzug gehst, dann kaufst Du trotz bestehendem Abo NOCHMALS ein Billett für die Zonen 570, 572, 154 und 110.
    Wenn Du aber mit der S12 gehts, dann sparst Du Dir die Zone 570, weil die letzte Haltestelle der S12 innerhalb der A-Welle in der Zone 572 liegt. Trotzdem musst Du für die Zone 572 IMMER zweimal zahlen, was eigentlich dreister Diebstahl ist.

    Man müsste mit der Rechtsberatung abklären, ob das überhaupt erlaubt ist, was sich die SBB erlaubt.

  12. avatar
    Ausgeraubt Worden

    Die sbb benimmt sich zunehmend als Feind ihrer eigenen Kunden. Kürzlich hatte ich – merke: unbewusst – beim s-Bahn fahren ganz knapp meine Zone überschritten. Klar, dass es eine Kontrolle gab und ebenso klar, dass ich aus allen Wolken fiel, als mir gesagt wurde, ich hätte die Zone 110 überschritten. Da ich es gewohnt bin, meine Rechnungen laufend zu begleichen, wollte ich die Busse sofort bezahlen, was verweigert wurde. Ich bekäme sie zugeschickt. Drei Tage später hatte ich, als jahrzehntelang-jährige, täglich zvv-Fahrerin und selbstverständlich auch immer zvv-bezahlende Kundin, eine Busse von unglaublichen 133.80 sfr. im Briefkasten mit einem Beibrief, worin stand, wie „unangenehm“ es für die sbb ja sei, ihren Kunden, solche Bussen zukommen zu lassen – sozusagen noch als Hohn obendrauf… Die Differenz des Billetts, die mir fehlte war in Höhe von 6.- sfr. Die Busse ist also mehr als 22x höher, als die Betragshöhe des Billetts, die mir fehlte. Meiner eingeschränkten Sicht wegen, bin ich auf die sbb und den zvv angewiesen, rate aber jedem, der es kann, dem zvv nicht weiter Geld zu schenken und besser mit Auto, Motorrad, Velo oder anderem zu fahren. Gute Fahrt euch allen!

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