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Debian Kernel 2.6.26.2 unstable

~2 Min. Lesezeit

Ich habe ein neuen Server seit einigen Wochen, welcher mit Debian betrieben wird und dieser ist mehr als unstable.

Schuld ist nicht irgendwelche Software, sondern der Kernel selbst.
Diverse Server haben die gleichen Probleme bei unabhängiger Hardware und das Internet ist voll von Kernel Bug Reports.
Ich habe die letzten logfiles an Debian übermittelt und prompt als Anwort erhalten, das diese Kernelprobleme in der Version vorhanden sind.
Leider bietet Debian bisher kein neueren Kernel als Paket an., daher muss ein selbst gebackener Kernel her.

Laut Debian sind „meine“ Kernelprobleme ab der Version 2.6.26.10 behoben. Ich update aber gleich auf die neueste als stabil gekennzeichnete Version 2.6.32.

Hier sind noch die letzten Logfiles der Kernel Fehler welche ich gesichert habe:
04.01.2009 syslog
06.01.2009 syslog
07.01.2009 syslog
08.01.2009 syslog
09.01.2009 syslog

Ich hoffe nicht dass ich schon in den nächsten Stunden / Tagen ein Review schreiben muss, sondern eher das ich in einem Monat ein positives Feedback geben darf 🙂

Setzt ihr auch Linux ein? welche Kernelversion habt ihr installiert?


Update: Auch ich greiffe beim Kernel compilieren immer gerne auf eine Anleitung zurück, da dies nichts ist, was man jeden Tag macht.

Die besten Anleitungen stellt falkotimme.com dazu zur Verfügung.

Schnell ist der Kernel kompiliert und der erste Start des Kernels steht an.

Da ich nur Remote Zugriff auf den Server habe, wäre ein nicht mehr automatisch startendes Betriebsystem fatal, daher richte ich den neuen Kernel im wie folgt ein:

title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.30-2-686-bigmem
root (hd0,0)
kernel /vmlinuz-2.6.30-2-686-bigmem root=/dev/md2 ro quiet panic=10
initrd /initrd.img-2.6.30-2-686-bigmem

Der Eintrag panic=10 bedeutet, falls der Kernel nicht nach 10 Sekunden startet (zb. wegen Kernelpanik) dann wird wieder der Standardwert gestartet.

In der grup Console kann man dann den gewünschten Kernel einmalig starten:

R09J1211:~# grub
> safedefault –default=2 –once
> quit

Der Wert 2 ist dabei mit dem gewünschten Kernel von der menu.lst zu entnehmen, wobei der erste Kernel die Nummer 0 hat.

Wenn man dies nun macht und Grub 0.97 installiert hat, sollte man an was kleines aber sehr Wichtiges denken. In der menu.lst gibt es folgende Einstellung:

default 0

Diese Einstellung hat zur Folge das der obere Befehl einmalig das System vom anderen Kernel zu starten ignoriert wird. Daher sollte man dies wie folgt konfigurieren:

default saved

Diese Option macht, das der Inhalt der „default“ Datei verwendet wird, um zu entscheiden welcher Kernel gestartet wird.

In meinem Fall ist in dieser Datei nun der Wert „0:2“. Ich bin zufrieden und starte mein System mit einem Reboot auf den neuen Kernel.

Es klappte beim ersten Anlauf und das System meldet:

R09J1211:~# uname -a
Linux R09J1211 2.6.30-2-686-bigmem #1 SMP Fri Dec 4 02:13:28 UTC 2009 i686


Leider war der Kernel 2.6.30-2 nicht wirklich stabil, sondern bereits wenige Stunden später frierte die CPU’s ein, wie man aus den Logs entnehmen kann. Damit dies defintiv nichts mit der Hardware zu tun hat, liess ich den kompletten Server 1:1 ersetzen und hängte die Festplatten um. Das Raid1 resync war endlich nach 6 Stunden durch und nur 2 Minuten später gab der Server dann auch auf und meldete „Soft Locks“ der CPU’s. Der Server lief dann zwar weiter, Ports sind offen, lässt sich Pingen, aber ncihts geht mehr.
Genau die gleichen Probleme, nur andere Fehlermeldungen…

Ich habe nun den letzten stable Kernel wo Debian empfiehlt installiert welcher die Versionsnummer 2.6.26-2 hat.
Mal schauen wie lange es dauert bis zum nächsten Hänger :'(

Anderenfalls werde ich wohl gezwungenermassen ein anderes Betriebsystem nehmen müssen. Bisher war ich mit Debian sehr zufrieden… aber nur bisher!

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Ein männlicher IT Nerd, durchstöbert das Web nach speziellen Gadgets, unentbehrlicher Software und Alles was man im IT Sektor nicht verpassen darf.Immer hilfsbereit wenn Probleme zu lösen sind oder das Unmögliche umgesetzt werden sollte.

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